Tausende Menschen setzen in Essen ein Zeichen für Vielfalt
Der ruhrPRIDE 2026 hat am Samstag erneut eindrucksvoll gezeigt, welche Bedeutung die queere Community für Essen und das gesamte Ruhrgebiet hat. Tausende Menschen gingen auf die Straße und feierten anschließend gemeinsam beim großen Straßenfest in der Essener Innenstadt.
Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 4.000 Menschen an der Demonstration. Die Einschätzung der Veranstalter und des Essener Oberbürgermeisters Thomas Kufen liegt deutlich höher. Der Schirmherr sagte auf der Bühne des ruhrPRIDE:
„Fast 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wir sind die Nummer eins im Ruhrgebiet. Wir sind die queerste Stadt im Pott und das haben wir heute wieder gezeigt.“
Auch die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch, zeigte sich beeindruckt von der Sichtbarkeit und Unterstützung entlang der Demonstrationsstrecke:
„Es war richtig toll zu sehen, wie viele Leute wir waren, wie sichtbar wir auf der Straße waren, wie viele Leute auch am Rand standen und supportet haben, was wir machen.“
Auch das anschließende Straßenfest auf Kennedyplatz und Friedensplatz war ein großer Erfolg. Über den gesamten Veranstaltungstag hinweg kamen nach Schätzungen des Veranstalters rund 20.000 Besucher*innen zum ruhrPRIDE. Mehr als 50 Informations- und Aktionsstände, zwei Bühnen, Gastronomie und ein vielfältiges Programm machten die Essener Innenstadt zum Treffpunkt der queeren Community und ihrer Unterstützer*innen aus dem gesamten Ruhrgebiet.
Unter dem diesjährigen Motto „Proud. Love. Freedom.“ ging es dabei nicht nur ums Feiern. Der ruhrPRIDE machte erneut deutlich, dass Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und der Schutz queerer Menschen politische Aufgaben bleiben. Gefordert wurden unter anderem ein wirksamer Schutz vor Diskriminierung, eine verlässliche Finanzierung queerer Strukturen, der Schutz queerer Geflüchteter sowie konsequente Maßnahmen gegen queerfeindliche Gewalt.
„Der ruhrPRIDE ist längst weit mehr als ein einzelner Veranstaltungstag. Er ist ein wichtiger Treffpunkt für die queere Community und ein sichtbares politisches Signal aus Essen in die gesamte Region. Heute haben wir gemeinsam gezeigt, wie groß, vielfältig und engagiert diese Community ist“, erklärt der Vorstand des ruhrPRIDE e.V.
Der ruhrPRIDE e.V. bedankt sich bei allen Demonstrierenden und Besucher*innen sowie bei den mehr als 50 Aussteller*innen und Organisatione*, den Künstler*innen, ehrenamtlichen Helfer*innen, Partner*innen, Unterstützer*innen und den beteiligten Behörden und Einsatzkräften.
Essen hat heute einmal mehr gezeigt: Queere Sichtbarkeit gehört mitten in die Stadt, mitten ins Ruhrgebiet und mitten in unsere Gesellschaft.